Allerheiligen - zwischen Glaube und Genuss!

Aktualisiert: 2. Okt.


Allerheiligen ist das Fest der Heiligen und bei uns in Österreich, sowie auch in vielen anderen Teilen der Welt, ein Tag der mit vielen Traditionen verbunden ist. Warum wir an diesem Tag oftmals das falsche feiern und welche Traditionen es eigentlich gibt, liest du in diesem Beitrag.


Was wird an Allerheiligen gefeiert?


Am 1. November feiern wir Allerheiligen, ein christliches Fest, an dem aller "Heiligen" gedacht wird. Da es irgendwann einfach zu viele Heilige gab, konnte man nicht für jeden Heiligen einen eigenen Gedenktag machen, somit hat man einen Tag ausgewählt, an dem "Allerheiligen" gedacht wird. In Österreich ist das übrigens auch ein gesetzlicher Feiertag.


Doch wird bei uns wirklich an die Heiligen gedacht?


Natürlich werden im Zuge der Festlichkeiten auch die Heiligen geehrt, jedoch ist bei uns der eigentlich Grund um Zusammenzukommen oft ein Anderer.

Am 2. November ist der Allerseelentag, an dem ursprünglich der "Armen Seelen" gedacht wurde und später an alle verstorbenen. Da dieser Tag aber kein gesetzlicher Feiertag ist, wird das Gedenken an die eigenen Vorangegangenen bereits am Nachmittag des 1. November zelebriert. Zu dieser Zeit wird die Grabpflege auch besonders hochgeschrieben, die Gräber geschmückt, neue Blumen gesetzt, Gestecke liebevoll arrangiert und Kerzen und Spruchsteine und -schilder aufgestellt.



Nicht nur an die eigenen Verwandten und Bekannten wird gedacht, sondern auch alle im Krieg Gefallenen werden geehrt. Bei nahezu jeder Kirche gibt es ein Kriegerdenkmal, das feierlich geschmückt wird. Oftmals wird dieses Ritual von den örtlichen Vereinen, dem Kameradschaftsbund, der Feuerwehr oder auch der Musikkapelle, begleitet.



Gibt es denn noch andere Traditionen an diesem Tag?


In manchen Orten gibt es Allerheiligenmärkte und nahezu überall gibt es eine besondere Mehlspeise für diesen Tag.


In der Region um das Altmühltal (Deutschland) gibt es die "Spitzlmärkte" und das dazugehörige Lebkuchengebäck "Spitzl". In den meisten anderen Regionen gibt es den Allerheiligenstrietzel, den ursprünglich die Tauf- und Firmpaten ihren Patenkindern schenkten, heute aber oftmals einfach von einem Familienmitglied für alle gebacken oder gekauft wird.



Bei uns wird der Allerheiligenstrietzel übrigens am 1. November bei einem gemütlich Beisammensein nach der Grabweihe mit den Liebsten verzehrt - wer möchte isst Butter und Marmelade dazu und an kalten Tagen wird mit Tee und Kakao aufgewärmt.


Falls du nicht gläubig bist, kann ich dir zumindest den letzten Teil der Tradition, das gemütliche Beisammensitzen bei Kaffee, Tee und Allerheiligenstrietzel, empfehlen.


Wie du siehst, steht nicht primär der Glaube im Vordergrund und in guter Gesellschaft und mit einem leckeren Allerheiligenstrietzel kann Jeder, der das möchte, an diesem Tag seiner verstorbenen Verwandten gedenken.

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